Die Schönheitspflege und das (gute) Gewissen

Mythos oder Tatsache

 

falsch

Wer sich pflegt, soll oberflächlich sein? Das schlechte Gewissen, sich eine gute Schönheitspflege zu leisten, gehört klar in andere Zeiten.

Im Mittelalter geisselte die Kirche Schönheits­produkte, weil eine gute Christin innen schön zu sein hatte und nicht äusserlich. Hatten im Altertum noch bekannte und renommierte Ärzte Cremen und Lotionen aufgrund medizinischer Erkennt­-nisse ent­wickelt, wurde im Mittelalter das Feld der Kosmetik Scharlatanen und «Hexen» überlassen. Mit der Folge, dass selbstbewusste Frauen wie Caterina Sforza, die dafür bekannt war, Burg und Machtansprüche, wenn nötig, mit der eigenen Fechtwaffe zu verteidigen, selbst mit Pflanzen und Ölen experimentierten. Caterina hinterliess ihrer Familie viele Rezepte zur Schönheitspflege. Ende des 19. Jahrhunderts wurden sie veröffentlicht.

Heute haben es Frauen einfacher. Sie verdienen häufig ihr eigenes Geld und es ist allgemein bekannt, dass es der Familie gut geht, wenn es der Frau gut geht. Die Zeiten des Heimchens am Herd sind vorbei. Heutige Frauen sind selbstbewusst und schön. Und sie schauen, dass das so bleibt. Darum kaufen sie mit gutem Gewissen Kosmetikprodukte, die ihrer Haut guttun.

wahr

Da ist das eigene Gewissen beruhigt: Kosmetikhersteller tun mit dem Geld, das sie verdienen, Gutes.

Die Estée Lauder Companies unterstützen etwa seit 1992 den Kampf gegen Brustkrebs. Die Clarins Gruppe setzt seit ihrer Gründung – und damit noch lange, bevor es Trend wurde – auf den Respekt gegenüber Mensch und Natur. Clarins hat zehn Punkte definiert, mit denen der Vorsatz umgesetzt werden soll. Dazu gehört nicht nur der Einsatz zugunsten der Biodiversität, sondern auch, dass Clarins in vielen Ländern Frauen auszeichnet, die sich für Kinder in Not einsetzen.

Weiter werden auch Verbände und Organisationen unterstützt, die kranken Frauen helfen. Auch bei der Neuentwicklung von Produkten wird der Umwelt Rechnung getragen. Shiseido wurde schon mehrfach als eines der ethischsten Unternehmen der Welt ausgezeichnet. Ebenfalls verschiedene Auszeichnungen erhielt die L’Oréal Gruppe, zu der etwa Lancôme oder Biotherm gehören. Gewürdigt wurde dabei die führende Rolle des Unternehmens in Sachen Nachhaltigkeit. Die Liste liesse sich noch weiterführen.

Fest steht also: Wer Kosmetika kauft, tut nicht nur sich selbst etwas Gutes, sondern unterstützt Unternehmen, die Teile ihres Gewinns für gute Projekte einsetzen. Eine Win-win-Situation!

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